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26.08.2013

Conjuring - Die Heimsuchung



Ein kleiner, gut gemachter Gruselstreifen, der weniger mit Splatter als mit solidem Spannungselementen arbeitet. Eben diese Spannung wird eigentlich gut aufgebaut und durch die Verknüpfung von drei Handlungen (die Geisterjäger die Puppe und die Familie/das Haus) interessant gemacht. Dieses gute Niveau hält der Film auch lange durch und überzeugt mit guten Hautdarstellern, von denen die bekannteste wohl Lili Taylor sein dürfte, die Genre-Fans durch ihre Eleanor in „Das Geisterschloss“ bekannt sein dürfte. Diese hat meiner Meinung nach auch die beste Szene: das Versteckspiel zwischen Mutter und Tochter (Klatsch-Klatsch.)
Gegen Ende allerdings kommt man sich dann vor, wie in einem Mix aus sehr viel Haunting House, einer guten Portion Exorzist, etwas Chucky und sogar ein Zombie-Biss und die Vögel lassen grüßen… Hier hat man meiner Meinung nach etwas zu viel des Guten getan und auch vom Finale hatte ich mir etwas mehr versprochen. Da hat man die scheinbar doch recht mächtige Hexe zu schnell ausgetrieben. Das hab ich schon besser gesehen. 
Und wie meist, bleiben auch hier noch ein paar Fragen offen, mit denen man sich auf dem Heimweg beschäftigen kann: warum muss die Hexe von einem Körper Besitz ergreifen, wenn sie sich doch materialisieren kann z.B. als sie vom Schrank springt oder das Gewehr im Keller abfeuert (da hätte sie die Kids doch auch selbst töten können). Und was ist mit den anderen Geistern, die noch im Haus wohnten (das Dienstmädchen oder dem kleinen Jungen) und warum fällt der letzte Blick auf die Spieluhr und nicht auf die Puppe… (oder ist das die Vorlage für eine Fortsetzung?)
Trotzdem ein guter Film, den man sich gern in der 23 Uhr Vorstellung ansieht und dann mit „süßen Träumen“ ins Bett geht, in der Hoffnung, dass die Türen daheim nicht knarren und die Bilder an den Wänden bleiben…