Ein kleiner, gut gemachter Gruselstreifen, der
weniger mit Splatter als mit solidem Spannungselementen arbeitet. Eben
diese Spannung wird eigentlich gut aufgebaut und durch die Verknüpfung
von drei Handlungen (die Geisterjäger die Puppe und
die Familie/das Haus) interessant gemacht. Dieses gute Niveau hält der
Film auch lange durch und überzeugt mit guten Hautdarstellern, von denen
die bekannteste wohl Lili Taylor sein dürfte, die Genre-Fans durch ihre
Eleanor in „Das Geisterschloss“ bekannt sein dürfte. Diese hat meiner
Meinung nach auch die beste Szene: das Versteckspiel zwischen Mutter und
Tochter (Klatsch-Klatsch.)
Gegen Ende allerdings kommt man sich
dann vor, wie in einem Mix aus sehr viel Haunting House, einer guten
Portion Exorzist, etwas Chucky und sogar ein Zombie-Biss und die Vögel
lassen grüßen… Hier hat man meiner Meinung nach etwas zu viel des Guten
getan und auch vom Finale hatte ich mir etwas mehr versprochen. Da hat
man die scheinbar doch recht mächtige Hexe zu schnell ausgetrieben. Das
hab ich schon besser gesehen.
Und wie meist, bleiben auch hier noch
ein paar Fragen offen, mit denen man sich auf dem Heimweg beschäftigen
kann: warum muss die Hexe von einem Körper Besitz ergreifen, wenn sie
sich doch materialisieren kann z.B. als sie vom Schrank springt oder das
Gewehr im Keller abfeuert (da hätte sie die Kids doch auch selbst töten
können). Und was ist mit den anderen Geistern, die noch im Haus wohnten
(das Dienstmädchen oder dem kleinen Jungen) und warum fällt der letzte
Blick auf die Spieluhr und nicht auf die Puppe… (oder ist das die
Vorlage für eine Fortsetzung?)
Trotzdem ein guter Film, den man sich
gern in der 23 Uhr Vorstellung ansieht und dann mit „süßen Träumen“ ins
Bett geht, in der Hoffnung, dass die Türen daheim nicht knarren und die
Bilder an den Wänden bleiben…